Homöopathie


Homöopathische Medikamente gibt es in verschiedenen Anwendungsformen. Hier sind die am meisten bekannten Globuli zu sehen. Es gibt aber auch homöopathische Tropfen oder Salben.
Homöopathische Globuli zur Therapie

 

Historie und Wirkprinzip 

 

Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopahtie, wurde am 10. April 1755 in Meißen geboren. Sein Vater war Porzellanmaler und die Zeit war durch den Siebenjährigen Krieg zwischen Preußen und Österreich geprägt und somit von Armut überschattet. Schon früh fiel Samuel Hahnemann durch besondere Begabungen auf, so dass er kostenlos die Fürstenschule St. Afra in Meißen besuchen durfte. Er begann das Studium der Medizin 1775 in Leipzig, 1779 promovierte er in Erlangen, 1812 habilitierte er in Leipzig.

In seiner praktischen Tätigkeit merkte Hahnemann bereits früh, dass er mit der damaligen Medizin keine ihm ausreichende Hilfe erzielen konnte. Seine überdurschnittlichen Sprachkenntnisse ermöglichten ihm die Übersetzung zahlreicher wissenschaftlicher Werke, wodurch er seinen Wissensschatz rasant erweiterte. Die Übersetzung der Materia medica von William Cullen (1710-1790) zum Thema der Wirkung der Chinarinde bei Malaria inspirierte Hahnemann zur Einnahme derselben. Die körperlichen Symptome, die er daraufhin entwickelte, kamen denen der Malaria fast gleich. Diese Beobachtung setzte Hahnemann in zahlreichen Versuchen fort und hatte damit das Prinzip der Homöopathie geboren: "similia similibus curentur", "Ähnliche Leiden sind durch ähnliche Mittel zu heilen".

Erste Veröffentlichungen folgten ab dem Jahre 1796, denen viele weitere Niederschriften wie das "Organon der Heilkunst" oder die "Reine Arzneimittellehre" folgen sollten um hier nur einige wenige zu nennen.

Im Jahr 1829 feierte Hahnemann sein 50jähriges Doktorjubiläum, das er mit der Gründung der "Gesellschaft homöopathischer Ärzte" krönte. 1832 wurde diese in den "Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte" umbenannt und ist noch heute unsere Standesorganisation. 

 

Zur Heilung der Erkrankung wird bis heute das homöopathische Arzneimittel in geringer Konzentration gegen die Krankheiten eingesetzt, die das Mittel in hoher Dosierung hervorrufen würde.

Nach dieser Bahnbrechenden Erkenntnis setzte Hahnemann seine Tätigkeit als Arzt fort, um die neue Methode weiterzuentwickeln.

 

Bis zum heutigen Tag wurde die Homöopathie weit über die deutschen Grenzen bekannt und ist in vielerlei Ländern der Welt weiterentwickelt worden. Somit ist der Erfahrungsschatz und auch die Anzahl der hergestellten homöopathischen Mittel rasant gewachsen. Dies ist anlässlich der multifaktoriellen Erkrankungsmöglichkeiten auch erforderlich, um langfristig und nachhaltig zu heilen.

 

 

 



 

 

 

Dr. med. Esther M. Quante

Fachärztin für Allgemeinmedizin

Zusatzbezeichnung Homöopathie

EAV-Systemdiagnostik